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Papua

In der östlichsten Region Indonesiens gibt es noch viel zu entdecken. Tiefe Schluchten, gigantische, schneebedeckte Berge und eine wilde Vegetation machen den Dschungel Papuas zum undurchdringlichsten der Welt. Die Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist enorm, viele Arten, darunter die Baumkänguruhs, existieren nur hier. Viele Volksstämme leben bis heute völlig isoliert in abgeschiedenen Tälern.

Tor zu Papua
Papua und Westpapua (oder West-Irian-Jaya) sind die östlichsten Provinzen Indonesiens und liegen auf der zweitgrößten Insel der Welt, Neu Guinea. Die Insel Biak vor der Nordwestküste ist mit ihrem internationalen Flughafen und guter Infrastruktur ein Tor zu der Region. Hier gibt es schöne Küsten mit einer fantastischen Unterwasserwelt.

Das Baliem-Hochland
Auf 1 900 Meter Höhe inmitten des gewaltigen Jayawijaya-Gebirges liegt nur eine Flugstunde von Jayapura im Nordosten Papuas das Baliem-Tal. Vom Rand der Schlucht bietet sich ein atemberaubendes Bergpanorama. Im Tal mit dem mächtigen, von Hängebrücken überspannten Baliem-Fluss leben die Dani-, Lani- und Yali-Völker. Wichtiges Handelszentrum ist die Stadt Wamena. Der Markt ist täglich ein Treffpunkt für die Angehörigen des Dani-Stammes. Ab Sonnenaufgang kann man hier eine umfangreiche Palette heimischer Lebensmittel, Handarbeiten und kunsthandwerkliche Produkte wie Pfeile und Bögen, die berühmten, Kotekas genannten Penisfutterale (die von den Stammesangehörigen immer noch getragen werden), Steinäxte und die Häuser von Meeresschnecken bewundern.
Vor der Ankunft christlicher Missionare in Papua praktizierte das Volk der Dani unter anderem Rituale mit Selbstverstümmelung. So schnitten sich die Frauen als Zeichen der Trauer beim Tod naher Familienangehöriger ein Fingerglied ab. Die Missionare schufen diese Praktiken ab und ersetzten sie durch das Bemalen bestimmter Hautpartien mit gefärbter Erde.

Wieder zurück in Jayapura sollte man vor der Weiterreise einen Besuch im Loka Budaya-Museum auf dem Campus der Universität mit einer beeindruckenden Sammlung örtlicher Stammeskunst nicht versäumen. Auch ein Abstecher zu den Pfahlbauten des Dorfes Engros in der benachbarten Yofety-Bucht oder zu einer der Krokodilfarmen in der Umgebung lohnt sich. Eine Bootsfahrt auf dem riesigen Sentani-See südlich von Jayapura kann man mit einem Besuch der Insel Apoyo verbinden, wo die einheimischen Handwerker Baumrinde mit Naturfarben bemalen. Bevorzugte Motive sind stilisierte Geckos und Schlangen. Auch Schnitzereien aus Baumrinde kann man hier erwerben. Östlich des Sentani-Sees zeigt das Staatsmuseum im Dorf Waena hervorragende Beispiele für die Kunst der Asmat, unter anderem die bisj genannten Gedenkpfähle, dekorierte Schädel, fein gearbeitete Axtkeile aus dem Baliem-Tal und weitere interessante Stücke wie etwa die Zähne des Mammuthais. Ebenfalls in der Region um den Sentani-See kann man im Dorf Doyo Lama Holzschnitzereien und Felsmalereien besichtigen.

Sumpfige Küsten und Flussdeltas
Die Landschaft um die Stadt Agats in der Flamingo-Bucht an der Südküste Papuas ist geprägt von Sümpfen und feuchten Wäldern. Hier sind verschiedene Volksstämme zu Hause, darunter die berühmten Asmat. Sie sind begnadete Schnitzer, und Liebhaber primitiver Kunst zahlen hohe Preise für die Holzschnitzereien der Asmat.

Abenteuer im Nebelwald
Die Landschaften der zum größten Teil noch unentdeckten, kühlen Hochebenen und gewaltigen Bergmassive Westpapuas ziehen immer wieder Wanderer in ihren Bann. Der höchste Gipfel Papuas mit 5 500 Metern ist der Jayawijaya, der einzige schneebedeckte Gipfel auf dem Äquator. In dieser Region kann man dichte Nebelwälder durchwandern und über steile Bergpfade abgelegene Dörfer erreichen, um die Ureinwohner Papuas kennen zu lernen, von denen manche noch nie ausländische Gäste empfangen haben.

Unberührte Tauchgründe
Taucher berichten von unvergleichlichen Erlebnissen in Westpapua, wo Artenvielfalt und märchenhafte Korallenlandschaften ihresgleichen suchen. Tauchgänge zu alten Schiffs- und Flugzeugwracks des Ersten Weltkriegs in den flachen Gewässern der Cendrawasih-Bucht oder vor der Westspitze der Insel bereichern das Programm.
Ausgangspunkt für Tauchgänge ist das Camp, das in einer türkisfarbenen Lagune auf der Insel Wai inmitten eines tropischen Paradieses mit üppiger Vegetation, feinstem weißem Sand und kristallklarem Wasser liegt. In den Riffs vor der Insel warten Myriaden von farbenfrohen Meerestieren aller Größen, angefangen von Haien, Rochen, Walen, Delphinen, Schildkröten und riesigen Venusmuscheln bis hin zu Schwärmen von Schnäppern, Papageien- und Doktorfischen darauf, entdeckt zu werden.
Ein wahres Eldorado für Tauchsportler sind jedoch die Tauchgründe um die Raja Ampat-Inseln. In den romantischen Buchten, Lagunenkanälen, gesäumt von Regenwäldern, Felseninseln und Korallenriffs existiert das größte Artenvorkommen der Welt.




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