"Was friedliche
Koexistenz und gegenseitige Toleranz verschiedener Religionsgemeinschaften
anbetrifft, so könnte Indonesien Vorbild für andere
Regionen der Welt sein." Dies betonte die stellvertretende
Leiterin des Arbeitsstabs Dialog mit der islamischen Welt im
deutschen Außenministerium, Dr. Gabriela Linda Guellil,
während eines Gesprächs mit Andri Hadi, Generaldirektor
für Information und
Öffentliche Diplomatie im indonesischen Außenministerium,
am 9. April 2009 im Außenministerium in Berlin.
Der Generaldirektor war nach seiner Teilnahme an der 2. Internationalen
Konferenz der Allianz der Zivilisationen in Istanbul zu einem
Besuch nach Deutschland gereist, wo er sich mit Guellil traf,
um über eine engere Zusammenarbeit mit Deutschland im
Bereich des Interreligiösen Dialogs zu sprechen. Indonesien
hat bereits mehrere solcher Dialoge mit befreundeten Staaten
wie Australien, Österreich, Italien, Vatikanstaat und
Russland durchgeführt und plant derzeit, im Jahr 2010
Veranstalter eines Globalen Interreligiösen Dialogs zu
sein. Hadi nutzte die Gelegenheit, um Deutschland zur Teilnahme
an der Konferenz einzuladen. Ziel der Dialoge zwischen den
Religionen ist es, die Religionsgemeinschaften weiter einander
anzunähern und gleichzeitig um Verständnis für
die demokratische Staatsform zu werben.
Eddy Pratomo, Botschafter der Republik Indonesien, versicherte,
dass die indonesische Botschaft alle Kapazitäten zur
Verfügung stellen wird, um die bestehende Zusammenarbeit
weiter zu vertiefen.
Zum Schluss des Treffens gratulierte die Vertreterin des
Auswärtigen Amtes Indonesien für die gelungene Durchführung
der Parlamentswahlen. Angesichts der Größe des
Landes und der hohen Zahl von Wahlberechtigten sei es erstaunlich,
wie reibungslos die Wahl realisiert würde. Egal wie die
Wahl ausgehe, jedes Ergebnis, so Guellil, sei Ausdruck des
Wunsches der indonesischen Bevölkerung nach einer demokratischen
Staatsform -- ein Wunsch, den die internationale Gemeinschaft
hoch schätze. In Begleitung des indonesischen Botschafters
hatte Hadi am frühen Morgen des 9. April das Wahllokal
in der indonesischen Botschaft besucht, um hier seine Stimme
für die Parlamentswahl abzugeben. |