| Indonesien hat neun Jahre nach der Unabhängigkeit Osttimors
die Verantwortung für die Gewalt beim Loslösungsprozess
übernommen. Er bedauere zutiefst was geschehen sei, sagte
Präsident Susilo Bambang Yudhoyono am 14. Juli bei der
Übergabe des Berichts der Wahrheitskommission. Die Commission
of Truth and Friendship wurde 2005 von Indonesien und Osttimor
eingerichtet, um die Gewalt vor, während und nach dem Unabhängigkeitsreferendum
im August 1999 zu untersuchen.
Präsident Yudhoyono akzeptierte die Ergebnisse der Kommission,
die Militär und Polizei Indonesiens schwere Menschenrechtsverletzungen
vorwirft. Die Opfer dieser dunklen Periode in Indonesiens
Vergangenheit dürften nicht vergessen werden, sagte er.
Nun sei es wichtig, die Beziehungen zu Osttimor zu verbessern.
„Wir haben Schritte unternommen, um unsere Beziehungen
zu Osttimor zu verbessern und wir bedauern zutiefst die Geschehnisse
in der Vergangenheit, die zum Verlust von Menschenleben und
Eigentum geführt haben“, sagte Yudhoyono.
Osttimors Präsident Jose Ramos-Horta war mit Premierminister
Xanana Gusmao nach Bali gereist, um gemeinsam mit Yudhoyono
den 300-Seitigen Bericht der Wahrheitskommission entgegenzunehmen.
Seine Regierung werde den Bericht sorgfältig analysieren,
um daraus für die Zukunft zu lernen, sagte Ramos-Horta.
„Gerechtigkeit kann nicht nur staatsanwaltlich sein
und darin bestehen, Menschen ins Gefängnis zu bringen“,
so Ramos-Horta. „Wir wollen aus der Vergangenheit Lehren
für zu Zukunft ziehen, um Gewalt zu verhindern.“
UN-Sekretär Ban Ki-Moon äußerte seine Hoffnung,
dass der Bericht ein erster Schritt zu Gerechtigkeit und Versöhnung
sein werde.
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