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Dienstag, 15. Juli 2008

INDONESIEN BEDAUERT GEWALT IN OSTTIMOR

Indonesien hat neun Jahre nach der Unabhängigkeit Osttimors die Verantwortung für die Gewalt beim Loslösungsprozess übernommen. Er bedauere zutiefst was geschehen sei, sagte Präsident Susilo Bambang Yudhoyono am 14. Juli bei der Übergabe des Berichts der Wahrheitskommission. Die Commission of Truth and Friendship wurde 2005 von Indonesien und Osttimor eingerichtet, um die Gewalt vor, während und nach dem Unabhängigkeitsreferendum im August 1999 zu untersuchen.

Präsident Yudhoyono akzeptierte die Ergebnisse der Kommission, die Militär und Polizei Indonesiens schwere Menschenrechtsverletzungen vorwirft. Die Opfer dieser dunklen Periode in Indonesiens Vergangenheit dürften nicht vergessen werden, sagte er.
Nun sei es wichtig, die Beziehungen zu Osttimor zu verbessern. „Wir haben Schritte unternommen, um unsere Beziehungen zu Osttimor zu verbessern und wir bedauern zutiefst die Geschehnisse in der Vergangenheit, die zum Verlust von Menschenleben und Eigentum geführt haben“, sagte Yudhoyono.

Osttimors Präsident Jose Ramos-Horta war mit Premierminister Xanana Gusmao nach Bali gereist, um gemeinsam mit Yudhoyono den 300-Seitigen Bericht der Wahrheitskommission entgegenzunehmen. Seine Regierung werde den Bericht sorgfältig analysieren, um daraus für die Zukunft zu lernen, sagte Ramos-Horta. „Gerechtigkeit kann nicht nur staatsanwaltlich sein und darin bestehen, Menschen ins Gefängnis zu bringen“, so Ramos-Horta. „Wir wollen aus der Vergangenheit Lehren für zu Zukunft ziehen, um Gewalt zu verhindern.“ UN-Sekretär Ban Ki-Moon äußerte seine Hoffnung, dass der Bericht ein erster Schritt zu Gerechtigkeit und Versöhnung sein werde.


 
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